2. Spieltag

26.08.2023

Arnsdorfer FV - SG Großdrebnitz 6:1 (3:1)

Nach der Auftaktniederlage am vergangenen Sonntag, ging es heute nach Arnsdorf auf den Kunstrasenplatz. Ein unbequemes Pflaster – stand man doch hier nach 90 Minuten regelmäßig mit leeren Händen da. Um es vorweg zu nehmen: Daran sollte sich auch heute nichts ändern.

Es waren noch keine vier Minuten rum und schon rannte man dem frühen Rückstand hinterher. Ein Arnsdorfer Spieler hat im Mittelfeld keine Mühe an den Drebnitzer Spielern vorbei zu spazieren, steckt den Ball durch und am Ende schließt sein Kollege aus halbrechter Position im Sechzehner ins lange Eck ab. Die Gastgeber blieben am Drücker, aber schlimmeres konnte nun verhindert werden, ehe sich die SG fing und ebenfalls erste Versuche unternahm vors Arnsdorfer Tor zu kommen. Diese wurden auch prompt von Erfolg gekrönt: Bei einem langen Ball setzt sich Thomas Gordalla gegen seinen Gegenspieler durch, schließt ab und der heranrauschende Arnsdorfer Verteidiger fälscht die Kugel unhaltbar für seinen Keeper ins kurze Eck ab (18.). In der Folge gestaltete sich die Partie optisch ausgeglichener, auch wenn die Heimelf mehr Spielanteile und auch die klar besseren Chancen hatte. Vor allem beim Klären der Bälle aus der Gefahrenzone hatte die SG so ihre Mühen (20.). Bei einer ähnlichen Situation schließt der Arnsdorfer Spieler ansatzlos ab, nachdem die Drebnitzer wieder Probleme hatten die Kugel rauszubekommen. Max Jähnichen klärt ganz stark zur Ecke (27.). Wenig später segelt eine Freistoßflanke in den Drebnitzer Strafraum. Der Arnsdorfer Angreifer steht völlig blank, springt allerdings am Ball vorbei (28.). Ein weiterer Steckpass auf der linken Seite wird dann vors Tor gespielt. Die Gastgeber schließen gegen die Laufrichtung aufs linke untere Eck ab, aber Birk Ganze hat aufgepasst und schlägt den Ball vor der Linie weg (30.). Auf der anderen Seite ließ dann ein Freistoß aus 20 Metern zentraler Position die Hoffnungen auf einen Treffer steigen, Franz Xaver Strehles schwacher Versuch landet allerdings in der Mauer (31.).

Aufgrund des mangelnden Erfolgs vor dem Tor lief’s nun auch bei den Gastgebern nicht mehr so rund, aber leider half die SG kräftig mit sie wieder ins Spiel kommen zu lassen. Marc Olbort spielt einen katastrophalen Fehlpass hinten raus und beim folgenden Umschalten kam niemand mehr hinterher und es stand 1:2 aus Sicht der SG (38.). Kurz vor der Pause der nächste Nackenschlag: Zunächst bekommen die Drebnitzer den Ball auf der rechten Seite nicht geklärt. Der Arnsdorfer Spieler zieht nach innen und legt auf die Strafraumgrenze zurück. Sein Mitspieler zwingt Max Jähnichen zu einer Glanztat, der den Ball an die Latte lenken kann. Die Kugel blieb aber heiß und bei der folgenden Flanke behindern sich Tony Prescher und Tommy Metzner gegenseitig. Dahinter bedankt sich der Arnsdorfer Spieler und markiert das 1:3 aufs kurze Eck. Max war zwar noch dran, aber musste den Ball dennoch passieren lassen (43.). Kurz vor dem Pausentee bot sich der SG nochmal die Möglichkeit zum Anschluss. Ein Einwurf von der linken Seite durch Tommy Metzner wird geklärt, aber die SG bleibt in Form von Birk Ganze am Ball. Dessen Flanke nimmt Robert Wanecek am langen Pfosten an, verfehlt den Kasten aus spitzem Winkel aber deutlich (45+2).

Den Plan in der zweiten Hälfte nochmal ranzukommen, konnte man nach handgestoppten 45 Sekunden bereits vergessen. Die Arnsdorfer spielen vom Anstoß weg ein paar Pässe. Schließlich kommt die Kugel in die Schnittstelle und der Angreifer schiebt zum (vor-) entscheidenden 4:1 ein. Im Gegenzug hat Franz Xaver Strehle die große Chance zu verkürzen, aber seinen Versuch halblinks im Strafraum, nach schönem Seitenwechsel von Jörn Ganze, vereitelt der gegnerische Torwart mit einer starken Parade (48.).

Kurz darauf fiel das 5:1 auf kuriose Weise: Birk Ganze holt den Ball nach Abseitspfiff und spielt ihn zu Marc Olbort nach vorn, um den Freistoß am vermeintlichen Tatort auszuführen. Der Arnsdorfer Stürmer geht sofort drauf, läuft aufs Tor zu und schließt zum 5:1 ab (52.). Ob das nun die eigene Naivität oder eine unnötige Showeinlage vom Schiedsrichter-Gespann war, muss jeder selbst beurteilen. Jedenfalls brachten alle Proteste nichts und das Tor zählte.

Mit der entsprechenden Wut im Bauch und zwei Gängen tiefer beim Gastgeber passierte das restliche Spiel nicht mehr viel. Die SG war um Kosmetik bemüht, allein es fehlten die Möglichkeiten. Thomas Gordalla wurde ein, zweimal vielversprechend auf die Reise geschickt, aber blieb ohne Torerfolg. Auf der anderen Seite spielten die Gastgeber nicht mehr mit der letzten Konsequenz nach vorne. Die paar Torabschlüsse verfehlten entweder ihr Ziel oder wurden zur Beute von Max Jähnichen. Erst mit der letzten Aktion konnte das halbe Dutzend noch vollgemacht werden. Notnagel Torsten Haufe, erst zwei Minuten in der Partie, spielt aus der Viererkette heraus dem Gegner den Ball in den Fuß. Diese Möglichkeit ließen sich die Einheimischen dann nicht mehr nehmen und markierten den Endstand.

Aufstellung:
Max Jähnichen, Tommy Metzner, Marc Olbort, Tony Prescher (86. Torsten Haufe), Birk Ganze, Robert Wanecek (59. Peter Kroschwald), Jörn Ganze, Franz Xaver Strehle, Felix Jähnichen, Martin Birkner, Thomas Gordalla Tor (70. Kenny Eppendorfer)